INTERVIEW mit Astrologin Gerda Rogers

YS: Herzlich Willkommen zum Champagne Talk – “für unsere Gäste nur das Beste!” Ich bin Yvonne Sammer und spreche im Interview mit erfolgreichen Frauen über ihre Lebenserfahrungen und wie sie es bis an die Spitze geschafft haben.

Heute begrüße ich Österreichs Star Astrologin Gerda Rogers. Seit knapp 30 Jahren steht sie mit ihrer unverwechselbaren Stimme Rede und Antwort im Treffpunkt Sternstunden auf Ö3. Sie schreibt Bücher, schwebte in der ORF Show “Dancing Stars” übers Pankett, ist sie die meistgegoogelte Frau Österreichs und mit ihrem Blick in die Sterne für viele Menschen ein wichtiger Wegweiser.

Liebe Frau Rogers, schön, dass Sie heute da sind.

Gerda Rogers: Herzlich Willkommen! Ich freue mich, dass Sie gekommen sind.

YS: Wie beschreiben Sie die “Astrologie” in Ihren eigenen Worten?

Gerda Rogers: Als Wegweiser. Sie ist eine Entscheidungshilfe, wenn man vor einer Wegkreuzung steht. Viele Menschen sind oft ja spontan und können eine Entscheidung treffen und manche brauchen einfach einen kleinen “Schubser.” Dann horchen Sie sich gerne vom Astrologen an, welche Ereignisse in ihrem Leben anstehen. Man kann für Menschen ja ein guter Wegweiser sein, tun muss er es schon selbst! Aber ja, es ist eine Entscheidungshilfe.

YS: Sie sind vielgereist, haben eine Ausbildung als Physiotherapeutin…

Gerda Rogers: (lacht) …nicht fertig gemacht, aber das war halt früher so…

YS: und es kam zu einer anderen Entscheidung, im Leben weiterzugehen.

Gerda Rogers: Ja, mit Ehemann und Kind. Natürlich muss ich auch sagen hat meine Liebe immer der Mode gegolten. Nur damals – ich war ja ein Kriegskind in jungen Jahren – bist du als Schneiderin nicht Desingerin geworden. Aber wie gesagt, mir ist dann das Thema Familie dazwischen gekommen. Ich habe es dann schon wieder ausgelebt, indem ich mit meiner Schwester Modegeschäfte gemacht habe, sie führt diese ja noch immer. Ich bin dann eben durch mein anderes Leben ausgestiegen aber bin noch immer sehr verbunden mit diesem Thema.

YS: Man merkt, Sie sind mit Mode verbunden, das begleitet Sie. Wann war der Punkt, dass die Astrologie ins Spiel gekommen ist und für Sie der neue Weg war?

Gerda Rogers: Das ist mir so passiert im Laufe der Jahre. Ich habe ja in Rom gelebt, es ist mir eigentlich in Rom passiert. Da war man diesen Dingen wie der Astrologie vor 40 Jahren zugänglicher als bei uns. Das war ja dort salonfähig, so auch in Amerika.

Neugierig war ich immer, ich bin ja Aszendent Skorpion, der gerne in der Mystik, in den Dingen die nicht greifbar sind herumwühlt und herumsucht. Da habe ich dort meine ersten Begegnungen gehabt und dachte mir “Lässt halt einfach mal ein Horoskop machen.” Und in der Sekunde war es da. Noch dazu wie mir der Astrologe damals gesagt hat “Sie haben auch die Astrologen-Konstellation, ich glaube Ihnen, dass Sie das interessiert.”

Ich glaube, wenn der Zeitpunkt reif ist, wenn man selbst dazu reif ist, wird man zu gewissen Dingen hingeführt. So war es bei mir.

Nur aus Neugierde und Interesse hat sich auf einmal ein Beruf entwickelt. Aber ich habe nie gesagt “Ich werde Astrologin.”

Das ist wirklich passiert.

YS: Inwieweit war die Astrologie in Ihrem Leben für Sie richtungsweisend? War das ab dem Zeitpunkt, wo Sie sich damit beschäftigt haben für Sie selber ein Thema “Da schaue ich jetzt für mich  genauer hin.”

Gerda Rogers: (lacht) Es war schon eine schicksalshafte Erkenntnis, denn wie ich mich mit meinem Horoskop auseinander gesetzt habe, habe ich gewusst, dass das Thema Partnscherschaft ein sehr schwieriges in meinem Leben ist. Weil ich ja doch mit meiner Wassermann-Venus und mit meinem Mond im Zwilling ein Freigeist bin. Was habe ich gemacht? DiesesThema abgeschlossen, weil ich gewusst habe, es hindert mich und ich muss jetzt einmal weitergehen.

Ich habe viel gelernt, ich habe 2 Ehen gehabt, war 25 Jahre verheiratet, einen Sohn – und dann habe ich gewusst “Jetzt bin ich erwachsen geworden, jetzt darf ich alleine gehen. Ich darf meinen Weg ganz alleine ohne irgendwen an meiner Seite gehen.” Muss ich gehen und wollte ich gehen. Auf einmal war diese Erkenntnis da. Das hat mir mein Horoskop schon auch gezeigt und so ist es auch geblieben. Ich habe mich dann nie mehr gebunden.

YS: Sehr mutig als Frau. Wenn Sie zurückschauen - und gerade auch heute – wird von Frauen in der Gesellschaft vieles erwartet und wie man zu sein hat. Da waren Sie sehr mutig zu sagen “Ich mach mein Ding, ich gehe meinen Weg und werde Astrologin.”

Gerda Rogers: Damals vielleicht noch stärker als jetzt. Heute bist du ja als Single absolut salonfähig, auch als alleinerziehende Mutter. Das ist ja alles kein Problem mehr. Ich bin ja ein Kriegskind, das war ja vor 50 Jahren vollkommen anders. Damals war es mutig, da haben Sie recht. Ich bin aber auch ein Steinbock, der sehr gern den eigenen Weg geht und ich bin ein Individualist, daher habe ich auch diesen Weg auf mich genommen. Wenn ich zurückblicke, weiß ich, es hat sein müssen. Das ist mir schon in meiner Wiege gelegen, das hat mir das Schicksal schon vorbestimmt.

YS: Wann war dieser Moment, dass aus den Beratungen ein eigenes Unternehmen geworden ist?

Gerda Rogers: Das ist so explosionsartig losgegangen. Natürlich dann auch durch die Medien, durch die Mundpropaganda – von der halte ich ja immer noch am meisten – und ja, es hatte Wachstum. Dann musste ich mich entscheiden, gehe ich jetzt weg aus der Modebranche, wo ich mit meiner Schwester war oder gehe ich jetzt einfach mal einen neuen Weg.

“Was kann schon passieren?”

Da war ich dann auch wieder mal mutig. Im Grunde genommen kann gar nichts passieren, denn ich kann ja wiederzurück gehen.

YS: Das ist eine gute Herangehensweise “Was kann schon passieren?” - um viel mehr im Leben zu wagen und auszuprobieren.

Gerda Rogers: Ich habe Mond-Jupiter im Zwilling, ich bin schon ein bisschen eine neugierige Seele. So ist er der Zwilling, kaum weiß er wie etwas geht, muss er schon weiterspringen. Diese geistige Herausforderung auf etwas Neues ist schon etwas Faszinierendes und hat sich dann in ein Unternehmen entwickelt.

Ich mache es gerne und ich finde, immer wenn man etwas gerne macht, da fühlst dich wohl, da bekommst du Erfolg – und da bin ich heute (lacht). Wenn ich rückblicke werde ich sagen “ich werde mit dieser Tätigkeit sicher ins Grab steigen.”

YS: Schauen wir kurz hin auf "Treffpunkt Sternstunden" auf Ö3. Inwieweit hat diese Sendung Ihren Beruf, die Astrologie und Ihr Dasein beeinflusst?

Gerda Rogers: Ganz sicher sehr stark. Sie war absolut der Katalysator, mich in ganz Österreich und auch über die Grenzen hinaus, bekannt zu machen. Es war vielleicht damals, als ich vor 30 Jahren begonnen habe, ein Format, das man sich gar nicht vorstellen hat können. Man hat halt gesagt, man probiert es und wir schauen wie es ankommt. Es ist in der ersten Stunde gut angekommen, die Telefone sind heiß gelaufen und so ist es geblieben. In der Zwischenzeit sind ja auch die ersten Sternstunden Fans auch mit mir reif geworden und jetzt kommen die Kinder nach. Man hat Fans, die einem Jahre begleiten und die darauf warten - für die ist es eine “Muss-Sendung” am Abend, die sie nicht verpassen. So ist es halt zu einer Marke geworden.

YS: Sie sagen die Telefone sind heiß gelaufen. Ich denke, wir alle suchen nach einem glücklichen und erfüllten Leben oder eines, das unserer Berufung und unserer Begabung entspricht. Mit welchen Themen suchen die Menschen Rat bei Ihnen?

Gerda Rogers: Momentan in dieser Corona Krise, wo jetzt die ganze Welt in einem Umbruch ist, die Welt aus den Angeln geworfen ist, da geht es um die Existenzfragen. Ich habe viele Leute die sagen “Werde ich meinen Betrieb weiterführen können?”, “Ich habe seit einem Jahr keinen Job mehr, ich suche einen aber ich finde nichts.”

Also die Existenzfrage, die Wirtschaftsfrage steht jetzt schon an erster Stelle. Gegenüber früher, da war das Liebesleben ein sehr großes Thema. Da kann ich beobachten, dass das jetzt 50:50 ist. Und schon auch das leidliche Thema bei uns Menschen, die Liebe, die Partnerschaft.

Da hat sich durch diese vielen Plattformen ja auch alles geändert. Durch diese vielen Singlebörsen ist dieses Thema natürlich etwas oberflächlich und schnell geworden. Auf Knopfdruck ist es da. Bist du neugierig fragst du dich “Was könnte sich noch alles auftun?” Da muss ich schon sagen ist diese moderne Technologie - mit diesen Plattformen und Börsen - eine wie ich finde negative Entwicklung für die Partnerschaften.

YS: Kann Fluch und Segen zugleich sein.

Gerda Rogers: Sie ist ein guter Austausch aber verleitet auch sehr zu Oberflächlichkeit. Die Leute werden zu Suchenden “Schauen wir mal” und es wird eine “Partnerschaft zum Ausprobieren."

YS: Es könnte ja noch etwas besseres nachkommen.

Gerda Rogers: Ja es ist wirklich so. Früher, zu meiner Zeit, da hat man sich kennen gelernt, da ist man zum 5 Uhr Tee gegangen. Da hat man Briefe geschrieben, da hat man sich auf der Parkbank getroffen und da hat man Zukunftspläne gehabt. Das ist ja gar nicht anders gegangen. Auch dieses Zusammenleben dort und da – da warst du ja kein anständiges Mädchen. Das hat man sich gar nicht leisten können.

YS: Da musste man auch ein Stück weit mehr Einsatz zeigen. Sich für einen Brief hin zu setzen und diesen dann zur Post bringen - das war wesentlich mehr Aufwand als digital zu schauen – gefällt mir oder gefällt mir nicht.

Gerda Rogers: Du hast dich mehr damit beschäftigt. Den Brief noch einmal durchgelesen, vielleicht am nächsten Tag noch einmal korrigiert, also das war schon anders. Ich finde, du bist tiefer und verantwortungsbewusster in die Sache hineingegangen.

YS: Kommen wir noch einmal zurück zur Astrologie. Die Astrologie beschäftigt uns ja seit 1.000en von Jahren, schon seit vor Christi Geburt. Wie kann man sich das als Laie vorstellen? Es gibt 12 Sternzeichen, den Mond, die Planeten – worauf beziehen Sie sich in Ihrer Expertise, wenn Sie ein Horoskop erstellen?

Gerda Rogers: Die Astrologie kommt ja aus der babylonischen Zeit. Man weiß, damals hat man 7 Planeten gehabt und den Turm zu Babylon. An der Spitze oben stand die Sonne, die Lebenskraft. Saturn war der Planet bei den alten Ägyptern. Immer wenn Saturn kam, waren das gute Erntejahre. Steht der Saturn schlecht sind das wahrscheinlich regenarme Jahre gewesen und die Ernte hat nicht gepasst. Man hat sich schon sehr mit diesen Gestirnen auseinandergesetzt und Saturn war absolut der “Schicksalsplanet”, der er ja heute auch noch ist. Hinzugekommen sind Uranus, Pluto und ich glaube es schwirrt auch noch vieles herum, was wir noch gar nicht wissen.

Heute sind wir eben bei den 12 Tierkreiszeichen. Ich denke, man hat das früher sehr gut beobachtet. Die Nomaden in der Wüste haben sich nach den Sternen gerichtet. Man weiß, dass auch der Stern zu Betlehem ein Komet war oder auch die Seefahrer haben nach den Sternen geschaut und den Himmel beobachtet. Himmel und Erde gehören zusammen – früher hat man sich damit mehr beschäftigt.

Heute geht das sehr einfach und auf Knopfdruck mit dem Computer. Du brauchst deine Geburtsstunde, den Geburtsort, das Geburtsdatum – das sind mathematische Berechnungen. Dann ist das astrologische Bild da mit den 12 Tierkreiszeichen, den Planeten, den  von der Geburtsstunde berechneten Aszendenten und dem Häuselsystem. Daraus beginnt der Astrologe zu lesen - von den Begabungen und Talenten und was gerade als Lernaufgabe ansteht.

YS: Sie haben gerade den Aszendenten angesprochen. Sie sind Steinbock mit Aszendent Skorpion. Ich bin Widder mit Aszendent Steinbock.

Gerda Rogers: Passt ja auch gut (lacht). Dynamisch! Der Steinbock verliert ja auch den Boden nicht undder Widder ist ein bisschen der Schneller.

YS: Welche Rolle spielt eigentlichder Aszendent?

Gerda Rogers: In Ihrem Fall sind das sehr starke Sternzeichen – Widder und Steinbock. Der Widder treibt, der Steinbock ist ein bisschen der Bremser und Vernünftige. Nehmen wir an, Sie sind Löwe und Aszendent Fisch, dann werden Sie sicher in Ihrem Auftreten löwenhaft stolz sein und ein bisschen lieblich und vorsichtig. Er prägt so, wie du dich in derAußenwelt bewegst. Ist man Fisch mit Aszendent Löwe, dann wird im Laufe der Zeit die Stärke des Löwen mehr herauskommen. Man muss immer schauen, wer ist der Stärkere, wer ist der Schwächere – es balanciert sich aus.

YS: Total spannend! Man merkt auch Ihre Expertise, Ihre jahrelange Erfahrung und Ihre Leidenschaft.

Gerda Rogers: Ja, manchmal ist es sehr interessant und ich denke “Ui, das ist jetzt aber ein sensibler Widder” oder wenn man Widder mit Krebs ist, dann drängt der Widder und der Krebs geht zurück. Da muss man schon schauen wie es zueinander steht. Aber es ist gar nicht schlecht, wenn gegenseitige Planeten zueinander spielen.

YS: Die Astrologie hat auch viele Skeptiker. Manche sagen das ist nur Humbug, Geldmacherei, das stimmt alles gar nicht. In der einen Zeitung wird das Sternkreiszeichen so beschrieben, in einem anderen Magazin liest man wieder etwas ganz anderes. Wie gehen Sie mit diesen Skeptikern um und wie reagieren Sie auf Kritik?

Gerda Rogers: Da gibt`s genug, ununterbrochen. Schauen Sie, die Astrologie polarisiert. So, wie das große Thema Esoterik, die Alternativmedizin und die Homöopathie. Dazu sage ich immer wieder “Entweder du probierst es einmal, du bist neugierig und du nimmst es an, schaust hinein und wenn du es nicht annimmst, lässt du es.”

Es muss ja keiner zum Astrologen gehen, es muss ja keiner zum Homöopathen gehen. Aber aus Neugierde ist man oft auch schon draufgekommen, dass es ganz interessant und toll ist. Meist sind die Skeptiker schon die, die sich mit dieser Materie noch nie auseinandergesetzt haben.

Oder sie gehen zum Astrologen und hätten gerne etwas anderes gehört. Aber…

“Ich kann nicht aus einem Lischen Müller die Liz Taylor machen!"

Gerda Rogers: Das geht auch nicht! Und wenn man als Lischen Müller wieder rausgeht und an sich arbeiten muss, dann ist die Aussage vielleicht nicht so befriedigend gewesen, als wenn man das hört, was man gerne hören hätte wollen.

Es kommt ja immer darauf an, wenn ich wo hingehe – Sie entschuldigen – was ich jetzt erwarte! Ich muss schon auch am Boden der Realität bleiben.

Ist ja kein Wundermittel die Astrologie,

dass ich zum Astrologen gehe und morgen habe ich ein anderes Leben!

Gerda Rogers: Der Astrologe kann dich ja nur darauf aufmerksam machen auf die Punkte, an denen du arbeiten sollst und was die Möglichkeit ist, um zu diesem Ziel zu kommen. Und für Ungeduldige, es gibt ja Menschen die sehr ungeduldig und sehr aggressiv sind, dass sie an diesen Eigenschaften arbeiten.

Es gibt ja auch dass man sagt, in diesem Leben ist die Karriere vordergründiger als das Private. Dann muss ich halt versuchen hier das Private irgendwie hinein zu bekommen. Aber es ist selten, dass man beides sehr erfolgreich führen kann.

Natürlich sind auch sehr viele erfolgreiche Frauen Single, weil viele Männer da gar nicht mitmachen. Es ist halt auch noch immer so, dass Frauen – als Hausfrau und Mutter mit Kindern – dies am Rücken der Frauen bleibt. Es ist so. Es ist eine Frauensache. Da wird`s dann oft zum Problem. Es gibt schon Menschen die sagen “Jetzt war ich verheiratet, das halt ich nimmer aus” - weil sie eigentlich dieses Thema erledigt haben - und dann sind sie Single. Single Horoskope gibt es ja auch.

Ich glaube wenn man das weiß, dann kann man sich besser danach richten, wo meine Aufgaben liegen. Wenn ich weiß - so wie bei mir – 25 Jahre hat gereicht und ich würde das nie wieder machen. Nicht einmal mehr zusammen ziehen, weil ich weiß, das brauche ich nicht mehr. Das Thema ist erledigt, es passt nicht zu mir. Dann gibt es wieder Menschen, die gar nicht alleine leben können.

YS: Das ist ein guter Blick, einmal genauer hinzuschauen, in welcher Phase meines Lebens ich gerade bin. Was hat jetzt Vorrang, was habe ich schon erlebt? Was reicht und was darf jetzt Neues kommen?

Gerda Rogers: Ich sehe schon, dass man gewisse Lebenserfahrung braucht, auch negative, um sich weiter zu entwickeln.Es sind alles Entwicklungsstufen und wenn ich mich dann weiterentwickelt habe und stark geworden bin sind das dann die Momente, wo die Leute sagen “Schluss, aus – ich fang meinen neuen Weg an.” Das habe ich vielleicht auch nicht gewusst als ich 20, 25 Jahre alt war.

YS: Apropos Weiterentwicklung. Jetzt ist ein Wandel vom Erdzeichen in ein Wasserzeichen. Sind wir jetzt an einem Übergang in ein neues Zeitalter? Man hört ja auch  von Transformation, Spiritualität und rise up & shine boomt . Ist das ein Trend oder stehen wir wirklich an einem Wendepunkt?

Gerda Rogers: Ich glaube schon, dass diese Corona Krise ein Wendepunkt im Leben ist. Es hat das Tempo reduziert, denn wir waren ja nur mehr Getriebene. Eine Wegwerfgesellschaft, um nur noch weiter zu marschieren. Jetzt hat uns die Coronaphase dazu gebracht, herunter zu fahren, sich zu überdenken und auch andere Werte wieder zu erkennen. In dieser Phase leben wir jetzt, wo noch dazu der Saturn in den Wassermann marschiert. Der Wassermann ist ja das Zeitalter der Modernität, der Neuentstehung. Neue Technologien entstehen, alte Berufe sterben und es werden sich aus dieser Zeit auch vollkommen neue Berufe entwickeln.

Wir leben in einer sehr sehr veränderungswütigen Zeit.

Das ist der Wassermann, der sprengt ja alles Alte.

Gerda Rogers: Wassermann sagt “die ganze Welt zeigt Brüderlichkeit, vereinigt euch!”. Das sieht man auch an den ganzen Flüchtlingsthemen und am Planet Erde, denn man wird wieder naturbewusster und wie wir damit umgehen. Es ist schon eine große Nachdenkphase und es werden uns viele Dinge vor Augen gehalten.

YS: “Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung!” Wenn man mit diesem Blickwinkel reingeht und sagt “Ich bin offen für Neues und ich bin auch bereit, mich weiter zu entwickeln und weiter zu gehen." Was sagt der Blick in Ihre Sterne, wo geht jetzt Ihre Reise hin?

Gerda Rogers: Naja, wenn man fast 80 Jahre alt ist, da denkt man schon ans hinübergehen – das muss ich sagen. Man macht sich schon ein bisschen Gedanken, mit Themen ab zu schließen,  das ist ja auch ein Thema des Skorpions. Ich habe keine Angst vor dem Tod, das ist ja etwas ganz Natürliches.

Man kommt auf die Welt und die Leiter ist schon angelegt zum Hinübergehen. Der eine geht kürzer, der andere länger – was er eben zu seiner seelischen Weiterentwicklung braucht. Ich bin halt noch ein bisschen neugierig und lass die Dinge auf mich zukommen und freue mich immer, wenn etwas auf mich zukommt. Aber, dass ich jetzt sagen würde ich muss nocheinmal um die Welt herumgondeln, ich muss noch einmal auswandern, ich muss noch einmal dort leben – das ist vorbei. Es ist ruhig geworden.

YS: Es ist ruhig geworden, aber dennoch sind Sie überall präsent und da wünschen wir Ihnen auf Ihrem weiteren Weg noch alles alles Gute.  

YS: Zum Abschluss bitte ich Sie noch die Sätze zu vervollständigen:

Am liebsten esse ich… ein Wienerschnitzel mit Kartoffelsalat oder ein Backhenderl.

Die beste Entscheidung meines Lebens war… ich darf´s nicht laut sagen, meine Scheidungen.

Ich verlasse das Haus nie ohne… Make up.

Erfolg heißt für mich… harte Arbeit.

Humor ist für mich… ganz wichtig.

Meine letzten Worte sollen sein… ich hab nichts vergessen, ich habe alles richtig gemacht.

Traurig bin ich wenn,…  man mir Unrecht tut.

Älter werden heißt für mich… eine natürliche Gegebenheit.

Zuletzt gelacht habe ich als… jetzt in dem Moment.

Wenn ich nicht Astrologin geworden wäre, dann wäre ich… Modedesignerin.


Vielen Dank für Ihre Zeit und für den Einblick in die Welt der Astrologie. Vielen Dank Frau Rogers.

Baden, Jänner 2021

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