"GELD IST DER SCHLÜSSEL ZUR FREIHEIT“ Coco Chanel

  • Sind traditionelle Rollenbilder, Organisationskulturen oder Teilzeitarbeit die wahren Gründe dafür, dass Frauen weniger Geld zur Verfügung haben?
  • Hört sich beim Thema „Geld“ die Emanzipation auf?
  • Warum beschäftigen sich Männer tendenziell intensiver mit Wirtschafts- und Finanzthemen als Frauen das tun?

In diesem Blog werfe ich einen kritischen Blick auf das Thema „Frauen und Finanzen“ und will dich daran erinnern, dein Geldmanagement selbst in die Hand zu nehmen. Bei meinen Eltern habe ich noch erlebt, wie meine Mutter um jeden Cent bitten musste - obwohl sie im Familienbetrieb arbeitete und acht Kinder großzog.

Dass sogar 7 von 10 Frauen ihre langfristigen finanziellen Entscheidungen ihrem Ehepartner überlassen, zeigte eine Umfrage unter 3700 Anlegerinnen der UBS Investor Watch aus dem Jahr 2018. Noch dazu ist dieses Phänomen quer durch alle Schichten zu beobachten.(Quelle: Women`s Wealth|www.ubs.com)

Wie ist das bei dir zu Hause? Bist du der Finanzprofi, der seine eigene Kohle fest im Griff hat und für die eigene Zukunft vorsorgt?

Laut einer Amundi Studie zur Altersvorsorge aus dem Jahr 2017, gaben 79% der befragten Frauen an, dass sie aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeiten im Alter eine Versorgungslücke erwarten. 44% der 35 bis 55 jährigen Frauen teilten mit, sich gar nicht mit diesem Thema zu beschäftigen. (Quelle: Madame Moneypenny: Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können).

Welche Rahmenbedingungen und Unterschieden zwischen Männern und Frauen wir derzeit in der Arbeitswelt vorfinden, habe ich in den folgenden vier Punkten zusammengefasst: 


1.)  GENDER PAY GAP – GPG

Eigentlich heißt es „gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit“, dennoch verdienen vollzeitbeschäftigte Frauen in Österreich im Durchschnitt um 20% weniger als vollzeitbeschäftigte Männer. (Quelle: wifo.ac.at| Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede in Österreich)

Der Gender Pay Gap, kurz GPG oder Gender Wage Gap genannt, beschreibt den Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Brutto-Stundenlohn von Frauen und Männern; der Gap („Lücke“) wird als prozentualer Anteil des durchschnittlichen Brutto-Stundenlohns von Männern angegeben. Dabei wird zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Gender Pay Gap unterschieden. (Quelle: Wkipedia.org)

In allen europäischen Ländern fällt auf, dass Frauen weniger verdienen – auch wenn sie gleich oder besser ausgebildet sind als ihre männlichen Kollegen.

  • Warum sollte jemand für die gleiche Arbeitskraft mehr bezahlen, wenn es auch anders geht?
  • Wie ist das bei dir?
  • Hast du in deiner Position und Abteilung schon einmal  nachgefragt und dein Gehalt mit deinen KollegInnen verglichen?

2.)  TYPISCHE FRAUENBERUFE

Fakt ist, dass Berufe, die vorrangig von Frauen gewählt werden auch häufiger geringer entlohnt werden. Dies fällt besonders bei der Wahl der Lehrstelle auf. Bei Burschen beliebte Lehrberufe, haben nach der Lehrzeit höhere Einstiegsgehälter als jene, die von Mädchen gewählt werden.

Interessant finde ich die Erklärung laut einer Oaxaca-Binder-Zerlegung: Frauen haben nicht nur deshalb geringere Verdienste, weil sie in Frauenberufen arbeiten, die gering entlohnt werden, sondern weil diese Berufe Arbeitsinhalte aufweisen, die mit weiblichen Eigenschaften verbunden werden und diese monetär abgewertet werden. Wohingegen Männer häufiger in prestigeträchtigeren Männerberufen arbeiten, die mit als männlich geltenden Eigenschaften verbunden und somit monetär aufgewertet werden.

Mein Fazit: Bestärken wir unsere Töchter in ihrer Berufswahl, damit sie sich mehr zutrauen, typische Männerberufe ergreifen und und mutig neue Wege beschreiten.


3.)  VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF

Frauen leisten mehr unbezahlte Arbeit im Haushalt, in der Kinderbetreuung und in der Pflege von Angehörigen als Männer. Sie wählen daher primär Berufe und Positionen aus, die sich gut mit der Familiensituation vereinbaren lassen. Langfristig gesehen bringen diese Einkommensverluste aus Karenzzeit und Teilzeitarbeit natürlich finanzielle Nachteile mit sich. Ergo dessen sind Männer aktiver und stärker am Arbeitsmarkt eingebunden, weisen weniger Karriereunterbrechungen auf, haben höhere Aufstiegschancen und somit mehr Geld zur Verfügung – auch im Alter.

  • Was wäre das für eine Welt, in der die Männer die Hälfte aller Haushalte und Frauen die Hälfte aller Unternehmen führen würden?

4.)  MÄNNER VERHANDELN ERFOLGREICHER

ArbeitgeberInnen haben grundsätzlich großes Interesse daran, die besten Leute im Team zu haben und diese entsprechend zu entlohnen. Eine Gehaltsverhandlung wäre somit eine einfache Variante, mehr Geld zu bekommen. Gute Leistung wird oftmals nicht von selbst belohnt, man muss schon aktiv werden und den Mund aufmachen.

Laut Katharina Gehra bitten Männer in den ersten 5 Jahren im Job sage und schreibe 6 x um eine Gehaltserhöhung, von denen jede zweite bis dritte bewilligt wird. Frauen hingegegn: Null mal.

  • Wann hast du das letzte Mal um eine Erhöhung angefragt?
  • Warum sind Frauen bei diesem Thema so zurückhaltend? 

Der Zweck einer erfolgreichen Gehaltsverhandlung ist es ja, die eigenen Ziele zu erreichen. Frauen stellen am Arbeitsplatz jedoch gerne ein “Wir” über das “Ich” und sind stärker am Gemeinwohl interessiert als einem Egotrip zu folgen. Genau darin liegt der Knackpunkt, denn um beruflich voranzukommen kannst du auf Dauer unmöglich “everybodys darling”sein.

  • Ist dein Gehalt noch ausbaufähig? Wenn du mehr darüber wissen willst, wie du mit Erfolg verhandelst, dann wende dich an mich und wir finden gemeinsam starke Worte für dich.

"Beim Geld nicht anderen zu vertrauen, sondern nachzufragen, hinzusehen, selbst zu handeln." Geldfrau à la Dani Parthum

Finde heraus, wo du persönlich beim Thema Geld stehst und fülle deine Wissenslücken, damit du nicht nur heute sondern auch in Zukunft finanziell unabhängig leben kannst. Hole dir spezielle Finanz-Tools und Tipps, die von Frauen für Frauen angeboten werden:

  • www.madamemoneypenny.de
  • www.ohwow.eu- investorella
  • www.fortunalista.de
  • www.hermoney.de
  • www.geldfrau.de
  • www.frau-und-geld.com
  • www.finanzfachfrauen.de
  • www.hermoney.de
  • www.finanz-heldinnen.de
  • www.femalefinaceforum.de

Bücher-Tipps:

  • Die neue Geldmarie: Andrea Trimmbacher
  • Money Queen, Der Geldplan fürChaos-Göttinnen: Meike Schreiber, Angelika Slavik
  • Das liebe Geld. Sei nett zu ihm, dann ist es immer beidir: Kate Northrup